|
Ein Wechsel in eine private Krankenversicherung will wohl überlegt sein. Wie man auf unseren verschiedenen Informationsseiten entnehmen kann, bieten private Krankenversicherungen einige Vorteile, insbesondere finanzielle Vorteile in jungen Jahren. Trotzdem sollte man sich auch die Nachteile vor Augen halten. Mit zunehmendem Alter steigen
die Versicherungsbeiträge in den privaten Krankenversicherungen. Auch bei Familienplanungen wird es teurer. Jedes Kind muss extra versichert werden, denn Kinder können nicht, wie in gesetzlichen Krankenversicherungen, beitragsfrei Mitglied sein. Man sollte vor dem Wechsel in eine private Krankenversicherung seine ungefähren beruflichen und privaten Perspektiven kennen und anhand derer zur richtigen Entscheidung finden, sonst zahlt man später eher drauf. Eine gute Alternative bieten Zusatzversicherungen (mehr dazu im Kapitel Zusatzversicherungen).
Wie bereits mehrfach beschrieben neigen Ärzte aufgrund leistungsgerechterer Bezahlung durch private KV zur besseren Behandlung von Privatpatienten, das heißt sie nehmen sich unter Umständen mehr Zeit und widmen den Patienten mehr Aufmerksamkeit.
Zudem hat er in diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mehr Handlungsfreiheit, da die Kosten dafür stets gedeckt sind. Im Krankenhaus hat man mit einer privaten Krankenversicherung unter Umständen Anspruch auf Chefarztbehandlung und Einzelzimmer. Diese Sonderkonditionen werden aber auch über private Zusatzversicherungen, bei sonst gesetzlicher Krankenversicherung als Basis, abgedeckt. Man darf aber nicht vergessen, dass auch Kassenpatienten immer nach aktuellem Stand der Wissenschaft und in maximaler Sorgfalt in Deutschland behandelt werden.
Wenn Sie sich für eine private Krankenversicherung entschieden und ein günstiges Angebot gefunden haben und die Voraussetzungen für einen Wechsel erfüllen, können Sie die Vertragsunterlagen bei der entsprechenden Versicherung anfordern. Mit dem Ausfüllen der zugesandten Unterlagen wird oft ein Gesundheitscheck verlangt. Diesen lassen Sie durchführen und füllen die Unterlagen wahrheitsgemäß aus. Anschließend schicken Sie alles zu der Versicherung zurück.
Mit dem Erhalt der Aufnahmebestätigung, können Sie Ihre gesetzliche Krankenversicherung kündigen. Das geht zum Monatsende des übernächsten Monats bzw. zum Jahresende des dritten Jahres über der Einkommensbemessungsgrenze. Zudem sollten Sie Ihren Arbeitgeber über diesen Wechsel informieren, da dieser 50% der Kosten übernimmt (allerdings nur bis zum Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherung).
Wenn die Kündigungsbestätigung der gesetzlichen KV ausbleibt sollte man diese forciert anfordern. Erst dann kann man einen gültigen Wechsel durchführen.
|